 |
Dieses
Bild zeigt den Gründer der Feuerwehr Buchschachen in ganz
jungen
Jahren. Es wurde im Jahr 1987 von einem um 1880 entstandenen
Familienfoto repliziert.
Samuel
OBERHOFER,
1.
Kommandant von 29.Juni 1897 - 9. Juni 1907 |
Es war in
der damaligen Zeit sicher nicht leicht, den guten Willen in
Taten umzusetzen. Es mußten viele Schwierigkeiten, wie zum
Beispiel die fehlende Unterstützung durch die
Gemeinde, aus
dem Weg geräumt und sehr viele Opfer gebracht werden. Der
Idealismus dieser Männer war beispielgebend für
alle
Nachfolger.
Angeschafft
wurden zur damaligen Zeit Helme, Gurten und Beile; etwas
später wurde eine Handdruckspritze angekauft. Die Alarmierung
erfolgte mittels Hornisten und Kirchenglocken, die Anfahrt zu den
Brandobjekten mit Pferdegespann.
Dieses
Gespann wurde anfangs je nach Verfügbarkeit von den
Ortsbewohnern zur Verfügung gestellt, in weiterer Folge wurde
dann
ein Täfelchen mit der Aufschrift „ Feuerwehr
Vorspann
“ jeden Monat an ein anderes Haus übergeben.
Bei
den
Häusern selbst wurden Feuerhaken vorbereitet, ebenso
wurden Wasserbehälter und ein Wasserwagen von der Gemeinde
bereitgestellt.
Dass
die
damalige Feuerwehr auch bei schwierigen Situationen im
Ernstfall zu handeln wußte, bewies sie mehrmals. So auch bei
einem tobenden Großbrand im Haus Kucher, Nr. 59 im Oktober
des
Jahres 1905. Der damalige Spritzenkommandant Samuel TAUS ließ
bei
diesem Brand in aufopfernder Hingabe sein Leben.
Von
da an
wuchs das Ansehen der Feuerwehr ständig und diese
konnte
durch das Interesse der Bevölkerung einen relativ guten
technischen Stand behalten.
Nachdem
1907 der bisherige Kommandant Samuel Oberhofer aufgrund seiner
großen geschäftlichen Inanspruchnahme um seine
Suspendierung
gebeten hatte, wurde die 1. Entwicklungsperiode dann in weiterer Folge
von den Kommandanten Johann BINDER, Nr. 84 und Johann TEUBEL, Nr. 19
geprägt.
 |
Johann
BINDER,
2.
Kommandant von 9. Juni 1907 - 23. Februar 1936 |
1.2. Der Erste Weltkrieg und die Zwischenkriegszeit
Der 1.
Weltkrieg forderte auch von der Buchschachener Feuerwehr einen
hohen Tribut. Da die meisten tauglichen Männer
einrücken
mußten, wurden die Kräfte der zuhause Gebliebenen
herangezogen, um die Feuerwehr immer aktionsfähig zu halten.
Nach
Ende
des Krieges wurde die Wehr wieder neu formiert und in der
dazu stattfindenden Generalversammlung der 3 gefallenen Kameraden
gedacht.
Im
Jahre
1929 wurde das erste
Waldfest
zusammen mit der Schuljugend abgehalten.
Zur
Steigerung der Effektivität überlegte man sich im
Jahr
1932 die Anschaffung einer Motorspritze.
Zur Aufbringung des
Grundkapitals von 1000.- Schilling wurde ein Spritzenfonds angelegt und
eine Sammlung in der Gemeinde durchgeführt, bei der 763,00.-
Schilling eingebracht werden konnten.
Im
Jahr
1934 erfolgte die erstmalige
Gründung einer Jungfeuerwehr, der auf Anhieb 17
junge Burschen beitraten.
Im
gleichen
Jahr wurde auch die von der Gemeinde Buchschachen
angekaufte Motorspritze anläßlich der Spritzenweihe
der
Feuerwehr übergeben.
Mit einem
vom Landtag beschlossenen Gesetz vom 1. Juli 1935 wurden
die
bisher auf das Vereinsrecht basierenden Feuerwehrvereinigungen in Körperschaften
öffentlichen Rechts umgewandelt. Die Wehren
nannten sich ab dieser Zeit Ortsfeuerwehr
und deren Kommandant
übernahm gleichzeitig die Geschäftsführung
vom vorher
dafür zuständigen Obmann.
 |
Johann
TEUBEL,
3.
Kommandant von 23. Februar 1936 - 9. Mai 1945 |
Folgendes
Bild vom 6. Juni 1937 zeigt die gesamte Mannschaft der FF
Buchschachen beim 40-jährigen
Bestandsjubiläum, wobei vorne die
damals
bereits
10 Mann starke Feuerwehrmusik und die 1934 gegründete
Feuerwehrjugend zu erkennen ist.
Bis vor
1938 und darüber hinaus war die FF Buchschachen immer
eine
der Führenden im Bezirk. Dafür sorgte die kluge und
energische Führung durch den jeweiligen Kommandanten.
1.3. Der Zweite Weltkrieg
Infolge
der
Angliederung Österreichs an das
Großdeutsche
Reich im März 1938 wurde die Ortsfeuerwehr aufgelöst
und als
freiwillige Feuerwehr in die Feuerlöschpolizei
eingereiht.
Im Jahr 1939 wurde dann die
burgenländische Feuerlöschpolizei in den Gau
Steiermark eingegliedert.
Dass
zur
damaligen Zeit der Idealismus der Feuerwehrmänner
desöfteren mißbraucht wurde, beweist eine
Niederschrift im
Protokoll des Jahres 1941:
"Am
1. November wurde
die Feuerwehr um 3 Uhr morgens
alarmiert zwecks Einkreisung der
Zigeunerkolonie. Um 5 Uhr wurde der erste Warnschuß
abgegeben, worauf wir die
Zigeunerfamilien alle auf einmal von den Hütten heraus holten
. Die Plage, die
uns dadurch abgenommen wurde, gehört zu dem großen
Werk Großdeutschlands
Führers Adolf Hitler.“
Am 14. April 1943 um 2 Uhr morgens wurde die Feuerwehr
nochmals alarmiert und die restlichen Zigeuner abgeschoben.
Diese
Aufzeichnungen
zeigen eindrucksvoll, dass auch die zur
Hilfsbereitschaft und zum Dienst am Nächsten angehaltenen
Feuerwehrmänner nicht
vor Irrungen gefeit waren.
Der
Ausbruch des 2. Weltkrieges erschwerte natürlich auch die
Tätigkeiten der Feuerwehr. In der Zeit von 1939 bis 1943
wurden 32
Kameraden zum Wehrdienst in der
Deutschen Wehrmacht einberufen, 4 davon sind gefallen.
2. Nachkriegszeit:
In dieser
Zeit wurde die
Ortsfeuerwehr anfangs von den Kommandanten Samuel HALLWACHS, Nr. 66 und
Samuel KURTZ, Nr. 35 geleitet.
 |
Samuel HALLWACHS,
4.
Kommandant von 10. Mai 1945 - 30. April 1946
Samuel KURTZ,
5.
Kommandant von 1. Mai 1946 - 4. Mai 1958
|
 |
Mit
dem
Einmarsch der roten Armee im April 1945 und dem Zusammenbruch
Hitlerdeutschlands wurde die Feuerwehr aufgelöst. Nach einer
Zeitspanne von einem Jahr wurde im Mai 1946 die Ortsfeuerwehr dank der
nie müde werdenden Jugend und einigen treuen alten
Feuerwehrkameraden wieder auf einen tatkräftigen Bestand
hergestellt.
Was
das
Rüsthaus und die Feuerlöschgeräte
anbelangte,
hatte die Wehr durch den Krieg, obwohl die Ortschaft 3 Wochen im
Frontgebiet gelegen war, nur geringen Schaden erlitten. Das
Wichtigste blieb erhalten: die Motorspritze, die Handdruckspritze und
der alte Feuerwehrmannsmut.
Stand
zur
damaligen Zeit : 35 Mann und 1 Kdt.
Nach
und
nach hielt der Alltag wieder Einzug bei der Buchschachener
Feuerwehr. Der Feuerwehrball
und das Sommerfest
fanden wieder statt,
Kurse, Übungen, Inspizierungen und natürlich
Einsätze,
bei denen sich die Feuerwehrmänner immer wieder beweisen
mußten, nahmen wieder ihren gewohnten Lauf.
Auch
bei
der alljährlich zu Allerheiligen stattfindenden Gedenkfeier
beim Kriegerdenkmal
nahm die Feuerwehr zu Ehren der
gefallenen Kameraden teil.
Dass
die damaligen
Funktionäre stark auf das Ansehen ihrer
Feuerwehr bedacht waren, zeigt eine Niederschrift im Protokoll von 1949:
„ Am 22. 5. wurde bei kleinen
Regenfällen um 2 Uhr
nachmittag von Kreisinspektor Hermann HAAS die Feuerwehr besichtigt,
wäre alles
gut gewesen, nur kam Kreisinspektor Johann TEUBEL (Anm.: der vorherige
Buchschachener
Feuerwehrkommandant) hinzu, beauftragte eine Gruppenübung,
welche vollständig
mißlang. Also kamen wir durch Kreisinspektor TEUBEL um unser
Renommee und
müssen uns wieder frisch um unsere Tüchtigkeit
bewerben, was bei der nächsten
Übung bestimmt sein wird.“
Unter dem
Kommandanten Samuel KURTZ erfolgte der Ankauf eines Einsatzfahrzeuges
der Marke
„Dodge“ aus den Beständen
der US-Militärmacht.
Nach
einstimmigen Beschluß der Ortsfeuerwehr Buchschachen
fuhren
der damalige Bürgermeister und Ortsfeuerwehrkommandant Samuel
KURTZ und Samuel RINGBAUER am 10. Juni 1949 nach Graz und kauften das
Feuerwehrauto um 4.310,-- Schilling an.
Das
Einsatzfahrzeug wurde dann von der Firma Michael Tripamer,
Pinkafeld, hergerichtet und den Erfordernissen angepasst.
Die
Autoweihe erfolgte in Verbindung mit dem eindrucksvollen 50-jährigen
Gründungsfest
am 4. September 1949.
Das
vorher genannte und
verloren geglaubte Renommee stellte
die Wehr spätestens bei der zu diesem Anlass stattfindenden
Schauübung
eindrucksvoll wieder her. Das Wasser war so schnell am Brandobjekt,
dass sogar
einige Loipersdorfer Feuerwehrkameraden, die sich auf die Spuren der
Buchschachener geheftet hatten, beeindruckt ihre Hochachtung
ausdrückten.
In
dieser Zeit ist auffällig, das die Wehr zwar immer wieder
alarmiert wurde und auch an Ort und Stelle war, jedoch oft aufgrund des
Wassermangels gar nicht oder nur bei Wegräumarbeiten
eingreifen konnte.
Beim Heimweg eines solchen Brandes geschah 1951 ein
Autounfall, bei dem 6 Männer zum Teil schwer
verletzt wurden. Nach einigen
Schwierigkeiten
mit der Versicherung
übersandte diese damals einen Betrag von 960 Schilling, der
unter den
Verletzten aufgeteilt wurde.
Ein
weiterer großer Schritt in dieser Zeit war die Übersiedlung
in das im Jahr 1952 neuerbaute Feuerwehrrüsthaus,
das am 17. Mai
1953 unter großer Beteiligung der Ortsbevölkerung
und der Nachbarwehren
eingeweiht wurde.
Die
Übergabe des Gerätehauses von der politischen
Gemeinde
vollzog Vizebürgermeister Johann SCHOBER, der mit einer
rührenden Ansprache -
kurz und bündig - die Schlüssel an den Kommandanten
KURTZ übergab, der dann den
Festakt mit einer Schauübung beendete.
Das nachfolgende Bild
zeigt die Ehrengäste und die gesamte Mannschaft bei der Weihe
des neuerbauten
Feuerwehrhauses am 17. Mai 1953.
Der
alte
Dodge machte schon zu dieser Zeit Schwierigkeiten. Bei der
Hinfahrt zum Landesfeuerwehrtag 1954 in Oberwart gab das Auto in den
Allhauer Bergen den Geist auf. Glücklicherweise kam die
Allhauer
Feuerwehr, brachte unsere Männer nach Oberwart und
zurück und
schleppte zusammen mit der Loipersdorfer Wehr das defekte Fahrzeug ab.
Das ganze war anscheinend so anstrengend, daß sich der Fahrer
Johann Kurtz erst nach einer tagelangen „Fastung“
im
Gasthaus Hagenauer davon erholen konnte.
3. Modernisierung und Erweiterung:
Die
Freiwillige Feuerwehr Buchschachen wurde in weiterer Folge (rund 40 Jahre) von den
Kommandanten Johann RITTER, Nr. 45, Johann GANGEL, Nr.
22
und Gerhard KOCH, Nr. 200 geleitet und geprägt.
Dies ist
auch die Zeit
des technischen Aufschwunges, der Industrialisierung und der Motorisierung
auf allen Gebieten.
3.1. Die Ära Ritter (1958-1977)
Die
Ära des Kommandanten Johann RITTER begann durch die
Anschaffung einer Tragkraftspritze, welche beim 60jährigen
Gründungsjubiläum am 1. Juni 1958 eingeweiht wurde.
Das
Geld
für die Spritze wurde durch die Gemeinde und eine
Haussammlung aufgebracht. Eine neue Spritze war schon dringend
notwendig geworden, da die alte Motorspritze unbrauchbar war und auch schon beim
Einsatz versagt hatte.
 |
Johann
RITTER,
6.
Kommandant von 4. Mai 1958 - 30. Juni 1977 |
Einen
besonderen Einsatz hatte man noch im selben Jahr zu
bewerkstelligen: Die Feuerwehr wurde von Herrn Johann Brunner
alarmiert, weil ihm sein Gebiss in den Brunnen beim Gasthaus
Hallwachs gefallen war. Mit der üblichen Geschicklichkeit
wurde
auch dieser Fall problemlos gelöst und das vermisste
Stück geborgen.
Ferner
erfolgte in dieser Periode der Bau von
Wasserstellen
in der
Nähe der Häuser Nr. 88, Nr. 43 und Nr. 115. Auch
wurden
Schläuche und neue Uniformen, die den Erfordernissen der Zeit
genügten, angeschafft. Erstmalig erfolgte auch die Teilnahme an
Bezirks- und Landesfeuerwehrwettkämpfen.
Im November
1964 verstarb der Gründer der Feuerwehr
Buchschachen, Herr Samuel OBERHOFER nach langem, schweren Leiden.
Als
Folge
des einstimmigen Beschlusses des Gemeinderates vom 14.
Dezember 1966 und im Hinblick auf den nicht mehr verwendbaren und nicht
einsatzfähigen Feuerwehrwagen, wurde ein neuer
Einsatzwagen, Type
Land Rover
mit Vorbaupumpe
und dazugehörigen Schiebeleitern zum
Preis von 175 000 Schilling gekauft. Der neue Feuerwehrstationswagen
wurde am 4. Juni 1967 in Verbindung mit dem 70-jährigen
Gründungsfest
eingeweiht.
Zum Zwecke
der Alarmierung wurde zur selben Zeit auch eine Sirene
erforderlich, die am 26. Juli 1968 in Betrieb genommen werden konnte.
Anfang
der
70er Jahre spielten die vielfältigen Probleme des
Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes und dessen Auswirkungen auf das
Feuerwehrwesen eine wichtige Rolle. Infolge der Umstrukturierung
der
Löschkreise
des Bezirks im Jahr 1970 wurde die FF
Buchschachen in
den Löschkreis
V
eingeteilt.
Es
galt
damals, das
bestehende Feuerwehrsystem besser auszubauen. Ein eigenes Netz von
Stützpunktfeuerwehren wurde deshalb nicht an Stelle der
Ortsfeuerwehren, sondern zusätzlich zu ihnen errichtet. Trotz
der
Verringerung der Zahl der Gemeinden blieben die einzelnen
Ortsfeuerwehren erhalten - aufgrund der Überlegung, dass bei
einer
Brandkatastrophe eine Vielzahl ortsnaher Feuerwehrleute wirkungsvoller
helfen kann als zentralisierte Feuerwehren.
Am
17. Mai 1972 fand der
Tag der Feuerwehr mit starker
Beteiligung der Nachbarwehren bei uns in Buchschachen statt. Die folgenden Bilder azeigen
die Feuerwehrmänner bei der Defilierung vor dem Kriegerdenkmal
und
bei der zu diesem
Anlass stattfindenden
Schauübung.
Am 2.
August 1974 wurde im Rahmen einer Übung erstmals mit
einem Hydranten
als
Wasserbezugsstelle
gearbeitet.
Auch die Erkenntnis einer
sich radikal umgestaltenden Welt
und die daraus folgende Notwendigkeit, sich den technischen
Entwicklungen durch
vermehrte Ausbildung und zielstrebige Weiterbildung zu stellen, kam in
den
damaligen Mitschriften stark zum Ausdruck.
Ein
besonders bemerkenswertes Zeichen für die Neuerungen in
dieser Zeit zeigt das Protokoll einer Abschlussrede des damaligen
Kommandanten
Johann Ritter vom Jahr 1974:
Kameraden!
Unsere
alten Parolen EINER FÜR ALLE UND ALLE FÜR EINEN oder
GOTT ZUR
EHR, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR haben gewiss auch heute noch
Gültigkeit.
Wir wollen
aber neu formulieren:
Wir
bekennen uns zur Humanität, zu einer Menschlichkeit, die
ihren Ausdruck in der Hilfsbereitschaft findet.
Wir
bekennen uns zur Technik, zum Schutz unserer Mitmenschen
in Not und Gefahr.
Wir
wollen immer und jederzeit wirkungsvolle Hilfe bringen.
Diese
Einstellung soll jeden einzelnen Feuerwehrkameraden
auszeichnen!
Das
Zusammengehörigkeitsgefühl der Feuerwehrkameraden
und
ihrer Angehörigen wurde durch gemeinsame Ausflüge,
die durch ganz Österreich
führten, immer wieder gefördert und gestärkt.
Wettkampfgruppe
1975 in Güssing (FLA Silber)
Um auch die
nachfolgende Jugend für die Aufgaben der Feuerwehr
zu
interessieren und zu gewinnen, wurde anläßlich der
alljährlichen Gedenkfeier beim Kriegerdenkmal am 1. November
1975
die neu
gegründete Jungfeuerwehr offiziell der
Bevölkerung
vorgestellt. Die Ausbildung der jungen Feuerwehrmänner wurde
vom
bewährten Feuerwehrmann und späteren
Kommandantenstellvertreter Josef FRIEDRICH geleitet.
3.2. Die Ära Gangel (1977-1992)
 |
Johann
GANGEL,
7.
Kommandant von 1. Juli 1977 - 30. Juni 1992 |
Unter dem
Kommandanten Johann GANGEL, der 1977 zum neuen Oberhaupt
bestellt wurde, erfolgte der Ankauf von drei
Funkgeräten,
der Atemschutzgeräte,
der Feuerwehrspinde
und weiterer Uniformen.
Den
Schulungen an diesen neuen Geräten, Atemschutzlehrgang
und Funklehrgang,
kam in dieser Zeit ein besonderer Stellenwert
zu.
Um
den
Feuerwehrmännern die Möglichkeit zu geben, alle
Geräte und technischen Einrichtungen auf zwei Fahrzeuge zu
verteilen, wurde
noch im selben Jahr als Übergangslösung von der FF
Waltersdorf ein gebrauchter Mannschaftswagen,
ein Ford FK 1000,
gekauft.
Dass der
Grundsatz des Helfens auch in anderen Bereichen in die Tat
umgesetzt wurde, beweist die Mithilfe bei der Renovierung der
evangelischen Pfarrkirche und der jährliche Einsatz bei der
Altkleidersammelaktion des Roten Kreuzes.
Wettkampfgruppe
1977 in Eisenstadt (FLA Silber)
Die
Idee, das Sommerfest
in Verbindung mit einem Volkswandertag
abzuhalten, wurde am 15. Juli 1979 erstmals verwirklicht. Dank
der guten Vorbereitung und tatkräftigen Mitarbeit gelang es,
diesen Wandertag
mit 860 Teilnehmern zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Auch im
Jahresprotokoll wird diese Veranstaltung in Verbindung mit dem Waldfest
als die
gelungenste der bisherigen Aktionen bezeichnet.
Im Jahre
1984 wurde wieder ein großer Schritt in Richtung
einsatzfähiger Ausrüstung getan. So konnte
für unsere
Wehr ein Kleinlöschfahrzeug
(KLF) Marke VW LT angekauft und somit die
Schlagkraft und Einsatzbereitschaft entscheidend erhöht
werden.
An
der
Finanzierung des 307 000 Schilling teuren Wagens waren das Land,
die Gemeinde und die Ortsfeuerwehr zu je einem Drittel beteiligt, wobei
die Gelder der FF großteils aus den Erlösen des
Wandervereins kamen.
Am
20. Mai
des Jahres wurde das Fahrzeug im Beisein von 11 Wehren der
Nachbargemeinden und zahlreichen Gästen feierlich eingeweiht.
 |
Ehrung
der Feuerwehrkameraden Josef FLECK, Johann KRAUS und Johann BENEDEK
durch den damaligen Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Ferdinand RINGHOFER
|
Der Zubau
beim Festplatz der Feuerwehr im Hof des Kindergartens wurde
ebenfalls in dieser Zeit vorgenommen.
Als
Höhepunkt dieser Ära gilt sicherlich die 90-Jahr-Feier,
verbunden mit der Segnung und Eröffnung des neu
renovierten
Feuerwehrhauses
am 16. August 1987.
Das
seit
dem Jahr 1953 unverändert gebliebene Feuerwehrhaus
war
mehr als Garage für Fahrzeuge und Ausrüstung angelegt
worden,
weshalb umfassende Zu - und Ausbau - bzw. Renovierungsarbeiten in
Angriff genommen werden mussten.
So
konnten
zusätzlich zu den Einstellboxen und eines
Sitzungszimmers im Erdgeschoß ein großer moderner
Schulungsraum und ein Kommando- und Lesezimmer, samt
dazugehörigen
WC-Anlagen und Kochgelegenheiten sowie eines Photolabors, durch den
Ausbau des Dachgeschoßes geschaffen werden.
Die
Gesamtbaukosten beliefen sich auf rund 1,100.000.- Schilling, wobei
von der Feuerwehr selbst ein Betrag von 625.000.- Schilling aufgebracht
werden mußte und der Rest zwischen Land und Gemeinde
aufgeteilt
wurde.
Außerdem
wurden durch die Mitglieder der Feuerwehr und des
Verschönerungsvereines freiwillige und unentgeltliche
Eigenleistungen im Ausmaß von ca. 2500 Arbeitsstunden
erbracht.
Um bei
Brandeinsätzen bis zum Eintreffen der besser
ausgerüsteten Nachbarwehren genügend Wasser zur
Verfügung zu haben, wurde 1991 ein gebrauchter Tankwagen, ein STEYR TLF
2000 Baujahr
1963
gekauft.
Im
Jahr 1991 wurde
landesweit ein Funk-
Alarmierungssystem
und der Feuerwehr-Notruf
122 in Betrieb genommen. In unserem Feuerwehrhaus
wurde eine sogenannte Sirenensteuerungsendstelle
(kurz SSES) installiert. Über
diese SSES erfolgt die Alarmierung der Feuerwehr mittels Sirene
und/oder Pager (in Buchschachen wurden Pager nicht verwendet).
Vor dieser Zeit konnten die Feuerwehren des Burgenlandes nur
über die
Druckknopfmelder bei den jeweiligen Feuerwehrhäusern alarmiert
werden.
3.3. Vollendung der ersten 100 Jahre
Im
Zeitraum 1.7.1992 bis 31.12.1997 übernahm Gerhard KOCH die
Leitung
der FF Buchschachen. Wie auch die Kommandanten vor ihm, hatte
er
mit den Gegebenheiten der Zeit, und hier vor allem mit der
Pendlerproblematik und dem daraus folgenden Zeitmangel der Mitglieder
zu kämpfen.
 |
Gerhard
KOCH,
8.
Kommandant von 1. Juli 1992 - 31.Dezember 1997 |
Trotzdem
wurden die Tätigkeiten in bewährter Manier
fortgeführt. Es wurden wiederum neue
Ausrüstungsgegenstände angekauft und 1996 konnte eine
neue Tragkraftspritze
TS
12 angeschafft werden, die gleichzeitig mit der 100-Jahre-Feier
1997
durch die Einweihung und Segnung offiziell ihrer
Bestimmung übergeben wurde.
TS
12 Tragkraftspritze von Rosenbauer
Mannschaftsfoto
anlässlich der 100-Jahr Feier 1997
 |
Johann
TOPLER,
9.
Kommandant von 1. Jänner 1998 - 31.Dezember 1999 |
Nachdem KOCH
Gerhard sein Amt zurückgelegt hatte, wurde dessen
Stellvertreter
Johann TOPLER mit 1.1.1998 zum neuen Kommandanten bestellt. In seine
Amtszeit fällt die erste 1-Mai-Grillparty
im Feuerwehrhaus, die seit damals regen Anklang bei der
Bevölkerung fand.
4. Das Neue Jahrtausend:
Nach der
kurzen, 2 jährigen Kommandantschaft von Johann TOPLER wurde mit Farahmand
("Ferry") KURTZ als neuem
Kommandanten zur
Jahrtausendwende gleichzeitig ein Generationswechsel
eingeläutet.
 |
Ing. Farahmand KURTZ,
10.
Kommandant von 1. Jänner 2000 - 31. Dezember 2005 |
Bereits
in den Jahren
davor haben viele der altgedienten
Kommandomitglieder ihre Positionen an jüngere, aber bereits
etablierte
Feuerwehrkameraden übergeben.
Um
auch mit einer kleinen Mannschaft einsatzfähig zu sein, wurde
im Jahr 2002 nach langen Verhandlungen ein TLF 1000 (mit 1500
l Tank) von
der Fa. LOHR zum Preis von ATS 2.100.000 (EUR 152.613) unter
Drittel-Beteiligung von Land, Gemeinde und Feuerwehr angekauft.
Wesentliche Mittel der Feuerwehr stammten von einer zweiteiligen
Spendensammlung bei der Ortsbevölkerung sowie
bei Gewerbetreibenden.
Durch das Tanklöschfahrzeug wurde sichergestellt, dass
bereits 4 Mann (1 C-Fahrer bzw. Maschinist, 1 Angriffstrupp zu 3 Mann)
schlagkräftige und vor allem schnelle Hilfe leisten
können.
Die offizielle Einweihung und Segnung erfolgte am 17. August 2002, der
Festakt fand am Hauptplatz statt, die anschließende Feier in
der
Heizhaushalle.

Das
neue Fahrzeug und die damit verbundene neue
Ausrüstung, mit
denen zumindest aus Sicht der FF Buchschachen ein Quantensprung
vollzogen
wurde, mussten entsprechend beübt werden und dies wurde vom
Kommandanten und dessen Stellvertreter auch immer wieder mit Nachdruck eingefordert. Die
Übungen wurden zugsweise durchgeführt, als Termin hat
sich
seit damals jeder 3. Sonntag im Monat um 9.00 Uhr etabliert.
Gleichzeitig
wurde versucht, den allgemeinen Entwicklungen im Einsatzgeschehen
(Technische Hilfeleistungen steigen an, Brandeinsätze stagnieren
oder sinken) Rechnung zu tragen. So wurde beispielsweise im Jahr 2004
ein Verkehrsunfallszenario als Inspizierungsübung gewählt und
auch die Technische Leistungsprüfung wurde erstmals in Buchschachen durchgeführt.
Zu Beginn des Jahres 2005 wurden die alten Holzspinde durch 35 neue Metallkästen ersetzt.
Zwei Atemschutztrupps der FF Buchschachen nahmen im Herbst 2005 erstmals an einem Training im Brandsimulations-Container (in
Oberwart) teil. Diese realitätsnahe Übung vermittelt nicht
nur die Grundlagen eines Innenangriffes sondern verschafft dem
Atemschutzgeräteträger auch wertvolle Erfahrungen in punkto
physischer und psychischer Einsetzbarkeit bzw. deren Grenzen.
Ferry
KURTZ zog sich im
Jahr 2005 sukzessive aus seinem Amt zurück und
machte den Weg frei für den langjährigen
Weggefährten und Stellvertreter Roland
PODLISCA.
 |
Roland
PODLISCA,
11.
Kommandant seit 1. Jänner 2006 |
OBI Podlisca übernahm noch als Stellvertreter
vorerst
interimsmäßig die Leitung der FF Buchschachen (ab Mai 2005), bevor
er dann
endgültig durch die Neuwahl als Kommandant bestätigt
wurde.
Der offizielle Amtsantritt erfolgte am 1.1.2006.
.... to be continued: