Feuerwehrkartell - Rosenbauer fasst 10,5 Mio Strafe aus
27.02.2011


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"Preisabsprache bei Feuerwehrfahrzeugen ist ein Riesensaustall", "Städte und Gemeinden wollen Geld zurück","Die Gelackmeierten", "Feuerwehren jahrelang betrogen", solche Schlagzeilen findet man zur Zeit in den Medien. Was ist passiert?
Nun, mittlerweile gilt als bewiesen, dass sich 3 deutsche bzw. österreichische Feuerwehrausrüster jahrelang zwecks Preisabsprachen  getroffen haben und sich den deutschen Markt untereinander aufgeteilt haben
(= illegales KARTELL). Gegen dieses Kartell aus Rosenbauer-Gruppe, Albert Ziegler und Schliengmann wurden insgesamt  20,5 Mio. Euro an Bußgeldern vom Kartellamt verhängt, davon 10,5 Mio. für die Fa. Rosenbauer.


Jetzt ist es aber so, dass sich die deutschen Gemeinden und Feuerwehren - als Opfer des Kartells - auch zur Wehr setzen und jeden einzelnen Beschaffungsvorgang prüfen wollen und gegebenenfalls Schadenersatz verlangen werden (siehe z.B. Stadt Erding überlegt Schadenersatz von Rosenbauer; Feuerwehr Opfer eines Kartells). Sogar Sammelklagen stehen im Raum.

Und auch nach Österreich könnte diese Angelegenheit überschwappen: wer kann mit Sicherheit behaupten, dass nur deutsche Gemeinden betrogen wurden? Wenn man sich die starke Preisentwicklung bei Feuerwehrfahrzeugen in den letzten Jahren anschaut, könnte man durchaus Ungereimtheiten vermuten. Allerdings dürfte die Kleinräumigkeit des österreichischen Marktes dagegen sprechen, auch gibt es immer wieder Kontrollen (Quervergleiche) von den Landesverbänden. In Vorarlberg lassen jedoch bereits erste Gemeinden auch ihre Fahrzeug-Anschaffungen prüfen (siehe z.B. Feuerwehr lässt heißes Geschäft prüfen)


Bildquelle:  Austria.com


weitere Berichte in :
Wirtschaftsblatt (Österreich)    

Pressetext Austria

Fairerweise lassen wir auch die Fa. Rosenbauer, die die Geldstrafe bereits akzeptiert hat, zu Wort kommen:
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